Ramen Beilagen für die Ramen Suppe

Neben den Nudeln und der Brühe sind die verwendeten Beilagen ein entscheidendes Merkmal der Ramen und geben der Suppe den letzten Feinschliff.

Nori 海苔 bzw. のり gerösteter Seetang

Bei Norialgen handelt es sich um eine spezielle Flussalge. Für den Verzehr wird diese Alge getrocknet und gepresst. Den typischen Geschmack erhält die Norialge durch die Röstung. Norialgen kommen meist als Blätter in den Handel. Viele kennen Norialgen auch vom Sushi-herstellen. Doch auch in der Ramensuppe dürfen diese speziellen Grün- und Rotalgen nicht fehlen. Es gibt etwa 30 verschiedene Algen, die zu Norialgen verarbeitet werden können.

Norialgen bestechen mit einem besonders milden Aroma. Das kommt daher, da es sich um Süßwasseralgen handelt, die vor allem in Flussmündungen wachsen. Durch die Röstung schmecken Nori auch leicht nussig und haben einen dezent süßlichen Abgang. Sie sorgen für eine wunderbare Balance in den Ramen.

Norialgen sind in jedem Asia-Shop oder auch online erhältlich. Wichtig ist, dass Sie die Nori immer trocken und luftdicht verschlossen aufbewahren. Alleine durch die Luftfeuchtigkeit können die Algen sehr schnell labbrig werden. Falls dies einmal passieren sollte, können Sie die Norialgen sehr klein hacken und zum Würzen verwenden.

Die Norialgen werden stets kurz vor dem Servieren auf die Ramen gelegt. So bleibt der köstliche Crunch erhalten.

Crispy Nori Seaweed with sesame and sea salt.
Nori mit Sesam
Frühlingszwiebeln für Ramen Suppe

Negi ネギ Frühlingszwiebeln

Diese Lauchzwiebel darf ebenfalls bei keinem Ramengericht fehlen. Gegenüber einer herkömmlichen Zwiebel ist die Negi-Zwiebel bedeutend milder. Sie besticht mit einer würzigen, aber bekömmlichen Schärfe. Negi ist sehr aromatisch und duftet wie kräftiger Schnittlauch.

Die Ramen werden mit feinen Ringen der Negi bestreut. Für die Ramen werden sowohl die weißen, als auch die grünen Teile der Frühlingszwiebel verwendet. Während die weißen Teile der Negi mit in die Brühe kommen, dienen die grünen Ringe der Frühlingszwiebel als schmackhafte Dekoration.

Einkaufstipp: Negizwiebeln werden in Asiashops oft als Winterzwiebel geführt. 

 

Shinachiku 支那竹 eingelegte Bambussprossen

Bambussprossen haben im gesamten asiatischen Raum einen hohen Stellenwert. Für die Ramengerichte werden gerne die Shinachiku, die eingelegten Bambussprossen verwendet. Sie werden in einem leichten Essigsud eingelegt, oder mit Salz fermentiert. Durch beide Varianten werden die Bambussprossen weich und bekömmlich.

Shinachiku verleihen den Ramen eine leicht säuerliche Note. Dies ist in der japanischen Esskultur enorm wichtig. Jedes Gericht sollte hier perfekt ausbalanciert sein. Das bedeutet, in jeder Speise sollten süße, salzige, saure, scharfe und auch bittere oder erdige Komponenten vereint werden.

Zudem haben die Bambussprossen einen leichten Crunch. Doch auch die gesundheitlichen Vorteile der Bambussprossen schätzt man in Japan sehr. Bambussprossen liefern viele Vitamine und sind sehr reich an Eisen. Dafür haben sie kaum Kohlenhydrate und wenig Kalorien. Bambussprossen haben auch eine leicht entwässernde Wirkung und sind entgiftend.

chunks of canned tuna

Thunfisch

Wie auch beim Sushi, ist der Thunfisch auch in den japanischen Ramen das absolute Must-have. Der Fisch wird für die Ramen hauchdünn aufgeschnitten und mit der heißen Brühe übergossen. Das reicht, um ihn perfekt zu garen.

Gerne wird der Fisch zuvor auch in unterschiedlichen Marinaden eingelegt. Sie können dem Fisch so die bevorzugte Note verleihen. Vielleicht lieben Sie es scharf, dann wählen Sie eine Marinade auf Chili-Basis. Traditionell wird auch gerne eine dunkle, süßliche Sojasauce zum Marinieren verwendet. Auch können Sie zu geräuchertem Thunfisch greifen.

Yakibuta 焼豚 Schweineschinken

Das Schweinefleisch wird für das Yakibuta in einer starken Brühe mit Sojasauce gekocht. Für die Ramen wird dieser besondere Schweineschinken im Anschluss in dünne Scheiben geschnitten.

Yakibuta verleiht den Ramen die gewünschte salzige Note. Mit einer schönen Portion Schweineschinken wird das Ramengericht zu einem tollen, sättigenden Hauptgericht. Wenn Sie den Yakibuta Schinken selbst zubereiten möchten, sollten Sie das Schweinefleisch über mehrere Stunden hinweg köcheln lassen. Sie können so auch die Intensität selbst steuern und mit diversen Sojasaucen experimentieren.

Sashu ramen, pork noodle with seaweed, Japanese style
Homemade Japanese Pork Tonkotsu Ramen

Chāshū チャーシュー oder 叉焼 gebratenes oder gekochtes Schweinefleisch

Auch Chāshū ist Schweinefleisch, welches in Japan absolut beliebt ist. Für Chāshū wird das Schwein jedoch gegrillt oder geschmort. Für die Ramen wird es jedoch ebenfalls in kleine, mundgerechte Scheiben geschnitten.

Das Schweinefleisch verführt mit tollen und kräftigen Röstaromen. Für Chāshū wird gerne schön durchzogenes Stück Schweinefleisch verwendet. Hervorragend eignet sich dafür Schweinebauch. Dieser wird vor dem Braten oder Schmoren ordentlich mariniert. Am besten lassen Sie das Fleisch über Nacht in der Marinade durchziehen. Für die Marinade verwenden Sie am besten eine Paste aus Ingwer, Mirin, Honig, Sojasauce, Pfeffer, Frühlingszwiebel, Sake und Knoblauch.

Spinat

Für Ramen wird Blattspinat verwendet. Dafür greifen Sie am besten zu jungem, zarten Spinat oder Baby-Blattspinat. Der Baby-Blattspinat wir meist roh auf die Ramen gelegt und nur mit der heißen Brühe übergossen. Wenn Sie den Spinat etwas garen möchten, können Sie ihn zuvor auch leicht in etwas Brühe blanchieren.

Der Blattspinat sorgt für leicht herbe, bittere und erdige Akzente in den Ramen. Zudem ist auch die Farbe enorm wichtig. In Asien liebt man farbenfrohe Speisen. Daher wird der Blattspinat auch nicht lange gekocht, damit die satte, grüne Farbe erhalten bleibt.

Bundle of fresh spinach
Corn seeds in bowl.

Mais

Mais ist auch ein wichtiger Bestandteil in den Ramen. Er kommt in den verschiedensten Ausührungen vor. In den Ramen verwendet man entweder gelben Süßmais, aber auch weißen oder schwarzen Mais.

Zudem werden auch gerne kleine Babymaiskölbchen in Ringe geschnitten und auf die Ramen drappiert. Die Maiskörner oder Kölbchen müssen im Vorfeld gedämpft werden. Danach werden diese kurz in etwas Butter und einem Hauch von Palmzucker geschwenkt, bevor sie in die Ramenschüssel kommen dürfen.

Shiitaki Pilze

Der Shiitaki Pilz ist sehr aromatisch und in ganz Asien sehr beliebt. Der Pilz hat einen sehr intensiven und unverwechselbaren Geschmack. Der Shiitaki Pilz ist reich an Vitaminen und gilt in Asien als Super-Food. Er stärkt das Immunsystem, schützt die Gefäße und das Herz und hat zudem wenige Kalorien.

Shiitake Pilze sind in Deutschland mittlerweile auch in vielen Supermärkten und sogar beim Diskounter erhältlich. Sie finden diese Pilze auch frisch im Asiashop. Gerne werden auch getrocknete Shiitaki verwendet. Diese müssen vor der Verwendung jedoch in Wasser eingeweicht werden.

In Japan wird der Pilz meist roh und in dünne Scheiben geschnitten auf die Ramen gelegt. Danach wird der Shiitaki mit der heißen Brühe übergossen. Bekömmlicher wird der Pilz jedoch, wenn er vor der Verwendung kurz und sehr scharf angebraten wird.

Stack of dry mushroom on wooden plate
making egg yolks marinated in soy sauce, japanese nibble food
Homemade Unami Soy Sauce Eggs

Hühnereier und Co in Sojasauce eingelegt

Für diese Variante werden die Hühnereier gekocht und in der Sojasauce eingelegt. Dadurch erhalten diese eine sehr kräftige und salzige Note. Sie können die Hühnereier aber auch mit einem süßlichen Geschmack aromatisieren. Dafür nehmen Sie einfach eine dunkle, süße Sojasauce zum Einlegen.

Gerne werden für Ramen auch die sogenannten 100-jährigen Hühnereier verwendet. Dafür werden diese für mehrere Tage mit der Schale mariniert. Die Marinade dringt durch die Schale und das Eiweiß verfärbt sich schwarz und erhält ein gallertartiges Aussehen. Der Dotter wird ebenfalls schwarz und cremig.

Die Hühnereier werden in Spalten oder Scheiben geschnitten und auf die Nudeln gelegt. Die Hühnereier haben nicht nur eine geschmackliche und optische Aufgabe in den Ramen. In Asien sind diese auch ein Zeichen für Wohlstand und Gesundheit.

Für die Ramen werden sowohl Hühnereier, aber auch Enteneier oder gerne auch die kleinen Wachteleier verwendet. Wachteleier kommen meist in Backteig frittiert in die Ramensuppe.

Hühner- Enten- oder Wachtelei

Das Hühner- Enten- oder Wachtelei verfeinert häufig auch roh die Ramen. Dazu wird das Hühnerei in die kochend heiße Brühe eingetropft und verquirlt. Häufig werden die Hühnereier dafür zuvor auch mit Sojasauce, Knoblauch und Ingwer verquirlt.

Kamaboko 蒲鉾 püriertes in Form gepresstes und gedämpftes Fischfleisch

Kamaboko kann gut mit Surimi verglichen werden. Es handelt sich um eine Farce aus weißem Fischfleisch, welche zu bestimmten Formen gepresst und anschließend gedämpft oder gekocht wird. So kann das Kamaboko so wie es ist in die Ramen gelegt und nur mit der heißen Suppe übergossen werden.

Für Ramen gibt es in Japan eine Vielzahl an unterschiedlicher Kamabokos. Sie werden auch gerne mit Lebensmittelfarben eingefärbt. Sie sind auch als Kügelchen, Bällchen, Scheiben, oder in Fischformen sehr beliebt. Für Kinder gibt es Kamabokos mit lachenden Smiley-Gesichtern.

Kamaboko schmeckt mild fischig und leicht süßlich. Sie erhalten die Kamabokos in jedem Asia-Shop. Dort finden Sie diese im Kühlregal oder auch als TK-Ware.

variety of surimi products, imitation crab sticks, japanese food

Huhn

Huhn wird in Asien gerne gegessen. Daher ist Hühnchen auch in Ramen sehr beliebt. Das Hühnchen wird zuvor gedünstet, gekocht oder gebraten und anschließend in dünne Scheiben geschnitten. Wie alle Zutaten einer Ramensuppe kommt auch das Hühnchen in mundgerechten Stücken auf die Nudeln.

Sie können das Hühnchen zuvor nach Belieben marinieren. Auch hier eignet sich eine Marinade aus Sojasauce, Ingwer, Honig und Knoblauch hervorragend.

Tipps damit die Suppe noch besser schmeckt!

  • Die Suppe unbedingt warm verzehren
  • In Japan ist schlürfen beim Verzehr der Suppe üblich
  • Kaufen Sie eine schöne japanische Ramen-Schale. Damit schmeckt die Suppe noch besser!
Schüssel mit Stäbchen
Typische japanische Schale