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Rezept der Woche
Die Königsdisziplin: Tonkotsu
12 Stunden sprudelndes Kochen. Schweineknochen, die ihr Kollagen freisetzen.
Eine Brühe, die beim Abkühlen geleeartig fest wird — das japanische Qualitätssiegel.
Wenn du eine Ramen meistern willst, dann diese.
Vier Grundelemente — und doch unendliche Variationen. Brühe, Tare,
Nudeln, Toppings. Benannt werden Ramen-Schalen nach ihrer Tare:
Shoyu (Sojasauce), Miso, Shio (Salz) oder Tonkotsu (Schweineknochen).
Ursprünglich kommt das Gericht aus China — Japan hat es übernommen, verfeinert und zu etwas
ganz Eigenem gemacht. Die Suppe besteht aus einer Basisbrühe, den Nudeln und Beilagen, die
stark variieren, und wird traditionell in einer Ramen-Schüssel mit
Essstäbchen gegessen.
In Japan gibt es über 10.000 spezialisierte Ramen-ya — Restaurants, die nichts anderes
servieren und oft ein streng gehütetes, regional eigenes Rezept besitzen. Was als
Studenten-Notlösung nach dem Zweiten Weltkrieg begann, ist heute eine globale Esskultur mit
Michelin-Sternen.
Du willst lernen, wie man die Kult-Nudelsuppe selbst zubereitet? Hier findest du das gebündelte
Wissen — von der Geschmackslehre über die Brühe bis zu den Beilagen und der richtigen Esskultur.
Jeder Abschnitt führt dich zu einer ausführlichen Anleitung.
Warum schmecken Ramen so gut? Das Geheimnis heißt Umami
Die menschliche Zunge unterscheidet fünf Geschmacksrichtungen — süß, sauer, salzig, bitter und
Umami. Dieser fünfte, herzhafte Geschmackssinn ist der Grund, warum eine gute
Ramen-Brühe so unwiderstehlich schmeckt. Umami-Substanzen stecken in Kombu-Algen, Bonitoflocken,
Miso und Sojasauce und entfalten in Kombination eine Geschmackstiefe, die weit über die einzelnen
Zutaten hinausgeht.
Der Teig besteht aus Weizenmehl, Salz und Wasser. Das Besondere ist Kansui — ein
kalium- und natriumcarbonathaltiges Wasser, das den Nudeln ihre gelbliche Farbe, den festen Biss
und den typischen Geschmack verleiht. Es gibt vier Grundtypen: getrocknete (Kansōmen), frische
(Namamen), gedämpfte (Mushimen) und Instant-Nudeln (Insutanto Rāmen).
Neben Nudeln und Brühe sind die Toppings das entscheidende Merkmal jeder Ramen. Klassiker sind
Chāshū (geschmortes Schweinefleisch), Ajitsuke Tamago (in
Sojasauce mariniertes Ei), Nori (Seetang), Negi
(Frühlingszwiebeln), Menma (eingelegte Bambussprossen), Mais, Spinat und
Shiitake-Pilze. Zuerst kommen die Nudeln in die Schale, dann die Brühe, zum Schluss die Beilagen.
In Japan gilt: Die Nudeln werden geschlürft, nicht gebissen — das kühlt sie ab,
intensiviert das Aroma und gilt als Kompliment an den Koch. Gegessen wird zügig, in manchen
Lokalen sogar schweigend. Wer die Schale leert, zeigt Wertschätzung.
Ramen ist nicht die einzige große Nudelsuppe Asiens. Udon sind dicke
Weizennudeln in milder Brühe, Soba bestehen aus Buchweizen und werden oft kalt
serviert, Yakisoba sind gebraten, Somen besonders dünn. Aus
Vietnam kommt die Reisnudelsuppe Pho. Worin sie sich genau unterscheiden, klären
wir hier:
Mit vielen frischen Zutaten — Brokkoli, Karotten, Spinat, Pak Choi — und einer selbst gemachten
Brühe ist Ramen alles andere als Fast Food. Natrium- und Fettgehalt sind hoch, doch eine typische
Portion hat meist deutlich weniger Kalorien als Burger, Pommes oder eine Limo.
Mit dem Deutschen Kochbuchpreis Gold ausgezeichnet. Das umfangreichste deutsche Ramen-Buch mit Rezepten von Klassikern bis Avantgarde. Sieben Kapitel rund um Brühe, Tare, Nudeln, Öl/Fett und Toppings.
Udon zählen zu den traditionell japanischen Nudeln, Ramen gelten ursprünglich als chinesische Nudeln. Udon bestehen aus Weizenmehl, sind mit 2–4 mm Durchmesser die dicksten japanischen Nudeln, weiß und leicht gummiartig. Ramen-Nudeln sind dünner, gelblich und enthalten Kansui.
Soba werden aus Buchweizen hergestellt, sind dadurch braun, glutenfrei und kalorienärmer. Sie werden oft kalt auf einem Bambussieb mit Tsuyu-Dip serviert, Ramen dagegen warm in einer würzigen Brühe. Traditionell isst man Soba zu Silvester.
Beide sind asiatische Nudelsuppen, unterscheiden sich aber in der Herkunft: Ramen stammt aus Japan, Pho aus Vietnam. Pho basiert auf Reisnudeln und meist klarer Rinderbrühe mit frischen Kräutern, Ramen auf Weizennudeln und kräftiger Schweine- oder Hühnerbrühe.
Mit frischen Zutaten und viel Gemüse sowie einer selbst gemachten Brühe ist Ramen alles andere als Fast Food. Natrium- und Fettgehalt sind zwar hoch, eine Portion hat aber meist deutlich weniger Kalorien als Burger, Pommes und Limo.
Umami ist neben süß, sauer, salzig und bitter der fünfte Geschmackssinn — der herzhafte, vollmundige Geschmack von Glutamat. In Ramen entsteht er durch Kombu, Bonitoflocken, Miso oder Sojasauce und macht die Suppe so unwiderstehlich.
Ja. Harusame sind japanische Glasnudeln, die in Salaten, Eintöpfen oder als Beilage verwendet werden. Sie sind sehr ballaststoffreich und nehmen den Geschmack der Brühe gut auf.