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Udon-Nudeln: Was ist Udon? Sorten, Kalorien, Rezept & Kaufen

Was ist Udon? Woraus Udon-Nudeln bestehen, die wichtigsten Sorten und Gerichte, Kalorien und ob sie gesund sind, der Unterschied zu Mie und Ramen — plus Kake-Udon-Rezept und Kauftipps.

2026-10-08 9 min Lesezeit

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Udon (うどん) sind dicke, weiße japanische Weizennudeln aus Mehl, Wasser und Salz. Typisch ist ihre weich-federnde Textur, die man in Japan Koshi nennt. Gegessen werden sie warm in einer milden Dashi-Brühe oder kalt mit Dip-Sauce — schlicht, sättigend und in wenigen Minuten fertig.

Hier erfährst du alles, was du über Udon wissen musst: woraus sie bestehen, welche Sorten es gibt, wie viele Kalorien sie haben, wie sie sich von Mie- und Ramen-Nudeln unterscheiden — und wie du mit einem einfachen Grundrezept deine erste Schale Kake-Udon kochst.

Was ist Udon? Zutaten und Textur

Udon gehören neben Soba und Ramen zu den drei großen Nudelfamilien Japans. Der Teig besteht klassisch aus nur drei Zutaten: Weizenmehl, Wasser und Salz. Kein Ei, kein Kansui — das unterscheidet Udon grundlegend von Ramen-Nudeln, die durch das alkalische Kansui gelblich und bissig werden.

Das Salz stärkt das Glutengerüst, und traditionell wird der feste Teig lange geknetet — in Japan teils sogar mit den Füßen, eingewickelt in Folie. Das Ergebnis ist die begehrte Koshi: Die Nudel ist außen glatt und weich, gibt beim Reinbeißen aber spürbar Widerstand und federt zurück. Udon sind meist 4–6 mm dick, mit rundem oder eckigem Querschnitt.

Herkunft: Sanuki und die Präfektur Kagawa

Wie viele japanische Nudeln haben auch Udon Wurzeln in China. Eine verbreitete Legende schreibt dem buddhistischen Mönch Kūkai zu, die Technik im 9. Jahrhundert aus China mitgebracht zu haben — belegt ist das nicht, aber die Geschichte zeigt, wie alt Udon in Japan sind.

Die Hochburg ist heute die Präfektur Kagawa auf der Insel Shikoku, früher die Provinz Sanuki. Sanuki-Udon sind die bekannteste Udon-Sorte überhaupt: kräftig, eckig, mit besonders ausgeprägter Koshi. Udon sind in Kagawa ein Alltagsessen, das man in einfachen Selbstbedienungs-Lokalen schnell und günstig isst.

Udon-Sorten im Überblick

SorteRegionMerkmal
Sanuki-UdonKagawa (Shikoku)Der Klassiker: dick, eckig, sehr federnd
Inaniwa-UdonAkita (Nordjapan)Dünn, flach, von Hand gezogen und getrocknet — fein und glatt
KishimenNagoya (Aichi)Breite, flache Bandnudeln, ähnlich wie Tagliatelle

Yaki-Udon wird oft als eigene Sorte genannt, ist aber eigentlich ein Gericht: in der Pfanne gebratene Udon mit Gemüse, Fleisch und Sauce. Dafür eignen sich ganz normale Udon.

Frisch, gefroren oder getrocknet?

Außerhalb Japans bekommst du Udon in drei Formen — und die Unterschiede sind groß:

  • Gefroren — unsere klare Empfehlung. Die Nudeln werden direkt nach dem Kochen schockgefroren und behalten so ihre Koshi am besten. Rund 1 Minute in kochendem Wasser, fertig.
  • Vorgegart im Vakuumbeutel — die häufigste Form im Supermarkt. Praktisch und lange haltbar, aber oft etwas weicher und mit leicht säuerlichem Beigeschmack durch die Konservierung. Kurz in heißem Wasser lockern oder direkt in die Pfanne geben.
  • Getrocknet — lange haltbar und im Vorratsschrank ideal, aber dünner und weniger federnd als frische Udon. Kochzeit je nach Dicke etwa 8–12 Minuten.

Echte frische Udon findest du in Deutschland vor allem in Udon-Restaurants, die ihre Nudeln selbst herstellen.

Die bekanntesten Udon-Gerichte

  • Kake-Udon — der schlichte Klassiker: Udon in heißer Dashi-Brühe, nur mit Frühlingszwiebel. Rezept weiter unten.
  • Kitsune-Udon — mit süßlich gekochtem Aburaage (frittierter Tofu). „Kitsune“ heißt Fuchs.
  • Tempura-Udon — mit knusprigem Garnelen- oder Gemüse-Tempura obendrauf.
  • Curry-Udon — in sämiger japanischer Currybrühe statt klarer Dashi.
  • Zaru-Udon — kalte Udon auf einem Bambussieb, die man in eine Tsuyu-Dip-Sauce tunkt. Perfekt im Sommer.
  • Yaki-Udon — gebratene Udon aus der Pfanne, ganz ohne Brühe.

Eine ausführliche Tabelle mit allen Gerichten und den Unterschieden zur Ramen-Schale findest du in unserem Vergleich Udon vs. Ramen.

Udon-Nudeln: Kalorien und Nährwerte

Die Angaben schwanken je nach Hersteller und Wassergehalt. Als grobe Orientierung pro 100 g:

Pro 100 gUdon gekocht / vorgegartUdon getrocknet (ungekocht)
Energieca. 100–130 kcalca. 330–350 kcal
Kohlenhydrateca. 20–27 gca. 70–75 g
Eiweißca. 2–4 gca. 8–10 g
Fettunter 1 gca. 1 g

Eine übliche Portion (ein Block gefrorener oder vorgegarter Udon, meist 200–250 g) bringt also etwa 200–330 kcal mit. Die Gesamtkalorien einer Schale entscheiden sich aber an Brühe und Toppings: Eine Kake-Udon bleibt leicht, Tempura oder Curry legen ordentlich zu. Zum Vergleich mit Ramen: Wie viele Kalorien hat Ramen?

Sind Udon-Nudeln gesund?

Die ehrliche Antwort: Udon sind ein leichtes, fettarmes Grundnahrungsmittel — aber kein Superfood. Sie bestehen überwiegend aus Weißmehl, liefern also schnell verfügbare Kohlenhydrate, aber wenig Ballaststoffe und Eiweiß. Gesund wird die Schale durch das, was du dazugibst: Gemüse, Tofu, Ei, Pilze oder Wakame. Zwei Punkte solltest du kennen:

  • Salz: Udon-Teig enthält Salz, und Brühen auf Sojasauce-Basis sind salzig. Wer auf Natrium achtet, trinkt die Brühe nicht ganz aus.
  • Gluten: Udon sind aus Weizen und nicht glutenfrei. Alternativen findest du unter glutenfreie Ramen.

Udon vs. Mie vs. Ramen — der schnelle Unterschied

UdonMieRamen
HerkunftJapanChina / SüdostasienJapan (chinesische Wurzeln)
ZutatenWeizenmehl, Wasser, SalzWeizenmehl, Wasser, oft EiWeizenmehl, Wasser, Salz, Kansui
DickeDick (ca. 4–6 mm)DünnDünn bis mittel (ca. 1–3 mm)
Farbe & TexturWeiß, weich-federndGelblich, weichGelblich, elastisch-bissig
Typisch fürMilde Dashi-Brühe, kalt mit DipGebratene Gerichte, SuppenKräftige Brühe mit Tare

Mehr Details gibt es in unseren Vergleichen Udon vs. Ramen und Soba vs. Ramen.

Grundrezept: Kake-Udon in 15 Minuten

Kake-Udon ist die einfachste und vielleicht ehrlichste Udon-Schale: Nudeln, Brühe, Frühlingszwiebel. Gerade weil so wenig drin ist, schmeckt man die Qualität von Dashi und Nudeln sofort.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 2 Portionen Udon (am besten gefroren, je ca. 200–250 g)
  • 600 ml Dashi (selbst gemacht oder aus Dashi-Granulat)
  • 2 EL Sojasauce (hell/Usukuchi für eine klare Brühe, sonst normale)
  • 2 EL Mirin
  • Salz nach Geschmack
  • 2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
  • Optional: Shichimi Tōgarashi, Kamaboko-Scheiben, Tenkasu (Tempura-Krümel), ein rohes Eigelb
  1. Brühe ansetzen: Dashi in einem Topf erhitzen, Sojasauce und Mirin einrühren, einmal kurz aufkochen und mit Salz abschmecken. Die Brühe soll mild-würzig sein, nicht salzig. Wie du Dashi selbst kochst, zeigt der Dashi-Grundkurs.
  2. Nudeln garen: Reichlich Wasser in einem zweiten Topf aufkochen und die Udon nach Packungsangabe garen — gefrorene meist rund 1 Minute. Gut abtropfen lassen.
  3. Anrichten: Udon in vorgewärmte Schalen geben, mit der heißen Brühe übergießen und mit Frühlingszwiebeln und den gewünschten Toppings belegen. Sofort servieren.

Varianten: Mit süß gekochtem Aburaage wird daraus Kitsune-Udon, mit einem rohen Ei in der heißen Brühe Tsukimi-Udon („Mondschau-Udon“), mit Tempura obendrauf Tempura-Udon.

Udon-Nudeln kaufen: Asia-Markt, Supermarkt oder online

  • Asia-Markt: Die beste Adresse. Im Tiefkühler findest du gefrorene Udon (meist im 5er-Pack), daneben vorgegarte Udon im Vakuumbeutel und getrocknete Udon. Dort gibt es auch Dashi, Mirin und helle Sojasauce — mehr dazu in unserem Guide zu japanischen Zutaten.
  • Supermarkt: Viele große Supermärkte führen vorgegarte Udon im Asia-Regal, manchmal auch im Kühlregal. Gefrorene Udon sind im normalen Supermarkt seltener — wenn du sie siehst, greif zu.
  • Online: Asia-Onlineshops liefern alle Varianten, gefrorene Ware allerdings nur mit Kühlversand. Für den Vorrat sind getrocknete Udon die unkomplizierteste Wahl.

Häufige Fragen zu Udon-Nudeln

Was sind Udon-Nudeln?

Udon sind dicke, weiße japanische Weizennudeln mit weich-federnder Textur (japanisch „Koshi“). Sie werden warm in einer leichten Dashi-Brühe oder kalt mit Dip-Sauce gegessen und gehören zusammen mit Soba und Ramen zu den wichtigsten Nudeln Japans.

Woraus bestehen Udon-Nudeln?

Klassische Udon bestehen aus nur drei Zutaten: Weizenmehl, Wasser und Salz. Anders als Ramen-Nudeln enthalten sie kein Kansui (Alkalisalz) und anders als viele Mie-Nudeln kein Ei. Industrielle Udon können zusätzlich Stärke, Säuerungsmittel oder Konservierungsstoffe enthalten — ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich.

Wie viele Kalorien haben Udon-Nudeln?

Gekochte Udon haben je nach Hersteller etwa 100–130 kcal pro 100 g, getrocknete (ungekochte) Udon rund 330–350 kcal pro 100 g. Eine typische Portion von 200–250 g gekochten Nudeln liegt damit bei etwa 200–330 kcal — dazu kommen Brühe und Toppings.

Sind Udon-Nudeln gesund?

Udon sind fettarm und gut bekömmlich, bestehen aber vor allem aus Weißmehl-Kohlenhydraten und liefern wenig Ballaststoffe und Eiweiß. In klarer Brühe mit Gemüse, Tofu oder Ei sind sie eine leichte, ausgewogene Mahlzeit; mit Tempura oder Curry wird es deutlich gehaltvoller. Achte außerdem auf den Salzgehalt der Brühe.

Was ist der Unterschied zwischen Mie- und Udon-Nudeln?

Mie-Nudeln sind dünne Weizennudeln aus der chinesisch-südostasiatischen Küche, oft mit Ei, und werden meist gebraten (z. B. Bami Goreng) oder in Suppen verwendet. Udon sind deutlich dicker, weiß, ohne Ei und werden in Japan vor allem in milder Dashi-Brühe serviert.

Wie lange muss man Udon-Nudeln kochen?

Das hängt von der Form ab: Gefrorene Udon brauchen meist nur etwa 1 Minute in kochendem Wasser, vorgegarte vakuumverpackte Udon 1–2 Minuten (oder direkt in die Pfanne), getrocknete Udon je nach Dicke etwa 8–12 Minuten. Halte dich im Zweifel an die Packungsangabe.

Sind Udon-Nudeln glutenfrei?

Nein. Udon bestehen aus Weizenmehl und enthalten Gluten. Wer glutenfrei essen muss, greift zu reinen Reisnudeln oder zu Soba aus 100 % Buchweizen (Juwari-Soba) — bei Soba unbedingt die Zutatenliste prüfen, da die meisten auch Weizen enthalten.

Wo kann man Udon-Nudeln kaufen?

Am besten im Asia-Markt: Dort gibt es gefrorene Udon (die beste Qualität außerhalb Japans), vorgegarte Udon im Vakuumbeutel und getrocknete Udon. Viele Supermärkte führen vorgegarte Udon im Asia-Regal oder Kühlregal, und Asia-Onlineshops liefern alle drei Varianten.

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